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10 Tipps für ein erfolgreiches Hundetraining

vonPawshake

Die Philosophie, wie man einen Hund am besten erzieht, hat sich in den letzten Jahren extrem gewandelt - weg von bestrafender Erziehung hin zu motivierender und belohnender Erziehung.

Ganz klar unterscheiden sich Hunde in ihrem individuellen Charakter und ihrer Rasse und auch das Alter hat Einfluss auf den Trainingseffekt, aber generell kann man festhalten, dass Hunde am besten auf Motivation und Belohnung reagieren.

Die folgenden Tipps verhelfen Dir und Deinem Hund zu einer erfolgreichen Trainingseinheit

Tipp 1: Rahmenbedingungen

Mache Dir zunächst über die Rahmenbedingungen Gedanken. Dazu gehören Inhalt, Dauer und räumliche Umgebung. Um das Beste aus einer Trainingseinheit herauszuholen, sollte diese maximal 10 Minuten betragen (bei Welpen eher 3 - 5 Minuten), damit Dein Vierbeiner nicht abgelenkt oder gelangweilt wird. Am effektivsten ist es, wenn Du Dich pro Trainingseinheit auf das Üben eines einzigen Befehls konzentrierst. Das sorgt dafür, dass Deine Fellnase voller Aufmerksamkeit dabei ist. Außerdem sollte das Training in einer ruhigen Umgebung, ohne Ablenkungsmöglichkeiten,  stattfinden. Das heißt, am besten startest Du drinnen im vertrauten Zuhause, bevor Du Dich draußen im Garten oder einem Hundepark versuchst.

Tipp 2: Wiederholungen 

Um Deine Fellnase dazu zu bewegen, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen, sind Wiederholungen das A & O. Es ist extrem wichtig, regelmäßig Trainingseinheiten einzubauen sowie das Üben der Befehle in den Alltag zu integrieren. Versuche mit Deinem Hund mindestens dreimal in der Woche zu trainieren, aber nicht mehr als zweimal am Tag. Wenn Du Deinem Vierbeiner aktuell beibringst, Platz zu machen, dann übe dies nicht nur während der Trainingseinheit, sondern auch in ganz alltäglichen Situationen, z. B. vor einer Mahlzeit.

Hund liegt entspannt auf der Couch (Foto von Lydia Torrey)

Tipp 3: Belohnungen

Um Vertrauen aufzubauen und die Lernbereitschaft Deiner Fellnase zu fördern, funktionieren Belohnungen am besten. Achte also darauf, dass Du Deinen Hund für erwünschtes Verhalten belohnst, sowohl während einer Übungseinheit als auch in ganz alltäglichen Situationen, in denen er korrektes Verhalten zeigt. Wenn er z. B. ganz von sich aus neben Dir Platz macht oder in sein Körbchen geht, dann belohne ihn dafür. Dadurch lernt Dein Hund, welches Verhalten von ihm gewünscht ist und wird darin motiviert, es vermehrt zu zeigen. Eine Belohnung muss nicht immer ein Leckerli sein, denn Belohnungen können auf ganz verschiedene Art und Weise gestaltet werden - ob Leckerlies, Spielzeuge, Loben oder Streicheln. Ein guter Trainingseffekt kann allerdings besonders dann beobachtet werden, wenn Dein Hund hungrig ist und Du seine Lieblings-Leckerlis im Training zum Einsatz bringst.


Ein einfaches, gesundes und günstiges Rezept hausgemachter Hundeleckerchen

Zutaten:

  • 1 Banane

  • 5 Esslöffel Erdnussbutter (bestehend aus 100% Erdnüsse, kein Salz oder Xylitol)

  • 250g Haferflocken

Zubereitung:

  • Heize den Ofen auf 180 Grad vor

  • Vermische die obenstehenden Zutaten zu einem festen Teig

  • Forme daraus kleine, flache Plätzchen und breite sie auf einem mit Backpapier ausgelegten Rost aus

  • Backe die Hundekekse für 20 Minuten bei 180 Grad


Tipp 4: Timing

Du hast genau 2 Sekunden, auf das Verhalten Deiner Fellnase zu reagieren, um es entweder zu reduzieren oder zu verstärken. Alles was über die 2 Sekunden hinausgeht, macht es für Deinen Vierbeiner schwer, eine Verbindung zwischen seinem Verhalten und Deiner Reaktion herzustellen. Da diese kurze Zeitspanne manchmal zu einer Herausforderung werden kann, hat sich das sog. “Clickertraining” bewährt.

Tipp 5: Clickertraining

Clickertraining passiert auf der Basis positiver Bestärkung, denn wenn Dein Vierbeiner in seinem Verhalten positiv bestärkt wird, also angenehme Konsequenzen erfährt, wird er es gerne und häufig zeigen (so wie wir Menschen;).  Da wir auf erwünschtes Verhalten blitzschnell reagieren müssen, damit Hunde die Verbindung dazu herstellen, bietet sich der Einsatz eines Clickers an. Es handelt sich dabei um ein kleines Gerät, welches auf Knopfdruck ein “Clickclack” Geräusch erzeugt. Das Auslösen des Clickers dient quasi als “Markersignal”, welches das positive Verhalten eindeutig “markiert” und dem Hund unmittelbar signalisiert, dass genau diese Verhalten korrekt ist  und er nun dafür mit einem Leckerli belohnt wird. Da die Zeit für ein Leckerli oder Lob oftmals zu kurz ist und Dein Vierbeiner höchstwahrscheinlich schon wieder etwas anderes tut/ in einer anderen Position ist, eignet sich der Einsatz eines Clickers hevorragend. Alternativ kannst Du auch andere signifikante Geräusche verwenden, wie z. B. Pfeifen, Schnalzen mit der Zunge oder ein spezielles Markerwort.

Tipp 6: Kommunikation 

Hunde verstehen unsere Sprache nicht, daher sind Tonfall, Melodie und Gestik besonders wichtig. Am besten verwendest Du eine Geste zusammen mit einem bestimmten Wort, wobei Du darauf achten solltest, dass das Wort kurz und präzise ist und der Tonfall mit Deiner Gestik übereinstimmt. 

Trete freundlich, aber bestimmt auf, damit Dein Vierbeiner Dich als Rudelführer anerkennt und auf Deine Befehle reagiert. Verhalte Dich geduldig, freundlich und konsequent und lobe Deine Fellnase so oft wie möglich, um seine Motivation aufrecht zu erhalten. Mehr zum Thema Körpersprache und Kommunikation erfährst Du beim Hundetraining mit Martin Rütter oder bei Johanna Esser.

Tipp 7: Aufmerksamkeitssignal

Das Ausrufen des Namen Deines Hundes ist eine gute Möglichkeit, seine Aufmerksamkeit auf Dich zu lenken, wenn Du etwas von ihm möchtest. Den Namen rufen ist besonders hilfreich, wenn Du mit mehreren Hunden arbeitest und von einem bestimmten Hund einen Befehl abrufen möchtest, etwas verbieten oder ihn loben möchtest. So fühlen sich nicht alle gleichzeitig angesprochen :)  

Mobile Tierärztin von HUG A PET beim Hausbesuch

Tipp 8: Korrektursignal

Sollte Dein Vierbeiner unerwünschtes Verhalten zeigen, dann bietet sich bestens ein sogenanntes Korrektursignal an, z. B. “Nein”, “Stopp”, “Pfui”. Spreche das jeweilige Wort mit einem bestimmten Unterton aus, sodass Dein Vierbeiner schnell lernt, dass es sich dabei um ein Warnsignal handelt, worauf ggf. eine unangenehme Konsequenz (z. B. anleinen) oder ausbleibende Belohnung (z. B. kein Leckerli) erfolgt.

Tipp 9: Übungsabfolge

Um die besten Trainingseffekte zu erzielen, ist es sinnvoll, eine Trainingseinheit immer in der gleichen Abfolge durchzuführen. Dadurch weiß Dein Vierbeiner genau, was er tun soll und lernt sehr viel schneller als wenn Du die Übungseinheiten variierst. Eine Reihenfolge kann zum Beispiel sein: a) Ausrufen des Namens Deines Vierbeiners, um seine Aufmerksamkeit zu wecken, b) Verbaler Befehl (mit oder ohne Handzeichen), c) Clicker-Geräusch oder ein alternatives “markantes” Signal bei korrektem Verhalten, d) Belohnung mit einem Leckerli 

Tipp 10: Konsequenz

Einer der wohl wichtigsten Aspekte für erfolgreiches Hundetraining ist konsequentes Verhalten, d.h. gleichbleibendes Verhalten in gleichen Situationen. Wenn Du Deinem Hund beispielsweise beibringen willst, dass das Bett tabu ist, dann solltest Du ihm grundsätzlich klarmachen, dass er nicht aufs Bett springen darf. Solltest Du oder Dein Partner es manchmal doch erlauben, ist dies inkonsequent und Dein Vierbeiner versteht nicht die Wichtigkeit, warum er das Bett meiden sollte. 

Fazit

Achte darauf, dass Du sowohl im Training als auch im Alltag klare Regeln aufstellst und diese konsequent befolgst. Verbinde Konsequenz aber immer mit Liebe und Zuneigung d.h. belohne Deinen Vierbeiner, z. B. wenn er von selbst in sein Körbchen geht. :)

Das Team von Hug A Pet (Tierarzt Hausbesuche) besteht ebenfalls aus zertifizierten Hundetrainern, die Dir gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Und sollte es Dir an Zeit mangeln, dann kontaktiere doch einfach einen von Pawshake’s Tiersittern. Viele Pawshake-Sitter verfügen über Erfahrung im Hundetraining und würden sich freuen, mit Deiner Fellnase zu üben. :)

© HUG A PET

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