Der passende Hund im Alter - 6 Dinge auf die Du achten solltest

vonPawshake

Es ist ein aufregender Moment, einen Vierbeiner in Deine Familie willkommen zu heißen. Hunde sind gut für Körper, Geist und Seele und Dein Alter sollte kein Hindernis darstellen, einen Vierbeiner bei Dir aufzunehmen.

Doch möglicherweise verändern sich mit steigendem Alter Deine Anforderungen und Dein Lebensstil, weshalb einige Hunderassen besser und andere schlechter geeignet sein mögen.

Hund wird von älterer Dame im Arm gehalten

Von Labradors über französische Bulldoggen und Dackel stellst Du Dir vielleicht die Frage, wie Du die passende Fellnase für Dich auswählst? Hier findest Du 6 Aspekte, die Du bei der Auswahl des richtigen Hundes berücksichtigen solltest:

Dein Lebensstil

Werde Dir darüber klar, welche Veränderungen Du Dir durch einen Vierbeiner erhoffst und welche nicht. Solltest Du z. B. regelmäßig für längere Zeit außer Haus sein, eignet sich wahrscheinlich eine Hunderasse besser, die weniger geistige Anregung fordert. Wenn Du an einem aktiveren Hund wie z. B. einem Labrador oder einem Australischen Schäferhund interessiert bist, schmiede einen Plan, wie Du ihn beschäftigen wirst, während Du Dich auf der Arbeit befindest. Du kannst beispielsweise Puzzlespiele besorgen, Deinen Vierbeiner zur Tagesbetreuung bringen oder einen liebevollen und verifizierten Tiersitter zu Dir nach Hause kommen lassen, der Deinen Hund tagsüber betreut oder mit ihm Gassi geht.

Solltest Du Enkelkinder haben, die Dich häufig besuchen, ist es eine gute Idee, darüber nachzudenken, wie Du die Interaktion zwischen Deinem Hund und kleinen Kindern meistern wirst. In diesem Fall eignet sich vielleicht ein eher älterer, ruhigerer Hund, der gut mit Kindern auskommt.

 Welpen und energiegeladene Hunde erfordern viel Zeit und Aufmerksamkeit. Mit steigendem Alter ziehst Du es möglicherweise vor, das Leben etwas entspannter anzugehen, oder verfügst vielleicht nicht mehr über die Kraft und Ausdauer mit einem jungen, aktiven Vierbeiner mitzuhalten. Dann kommt vielleicht eher ein älterer Hund oder eine weniger aktive Hunderasse in für Dich in Frage, wie beispielsweise ein Bolonka Zwetna oder ein Yorkshire Terrier.

Chihuahua im Arm eines Mannes

Größe

Die Größe eines Hundes hat Einfluss auf Faktoren wie Kosten- und Zeitaufwand. Ausgaben für Futter, Verpflegung und Medikamente fallen bei einem kleineren Hund, wie z. B. bei einem Jack Russell Terrier geringer aus. Außerdem lassen sich kleinere Hunde leichter transportieren und können z. B. problemlos in einer handlichen Hundebox im Zug mit Dir verreisen. Außerdem fordern sie tendenziell weniger Bewegung als größere Hunde.

 Beispielsweise sind Labradore und Deutsche Schäferhunde kräftiger und schwerer und können somit eher Schaden anrichten, wenn sie versehentlich gegen Dich oder Deine Kinder stoßen, an der Leine zerren oder an Dir hochspringen. Wenn sich größere Hunde verletzen oder sich nicht bewegen können, müssen sie möglicherweise von mehr als einer Person angehoben und getragen werden und die Ausgaben für Futter, Verpflegung und Medikamente können sich leicht verdoppeln. Außerdem lassen sie sich möglicherweise nicht so gut in Deinen Alltag integrieren, besonders wenn Du in einem kleinen Apartment in einem dicht besiedelten Wohngebiet leben solltest.

Golden Retriever rennt auf einem Feldweg

Alter und Aktivitätslevel

Finde heraus, wie viel körperliche und geistige Aktivität Dein Wunschhund benötigt. Auch hier spielt das Alter eine wichtige Rolle. Welpen brauchen viel mehr Aufmerksamkeit und Zeit für Training, während ältere Hunde tendenziell weniger körperliche und geistige Anregung fordern, jedoch haben sie ein höheres Risiko für altersbedingte Gesundheitsprobleme.

Informiere Dich gut über Deine gewünschte Hunderasse. Falls Du vorhast, einen Hund zu adoptieren, kläre im Tierheim möglichst viele Fragen zu seinen Bewegungsanforderungen sowie seiner Krankheitsgeschichte. Stelle Dir dann die Frage, ob Du die Anforderungen des Vierbeiners tatsächlich erfüllen kannst?

Solltest Du gerne viel Zeit draußen verbringen, eignet sich ein aktiver Hund gut. Wenn Du Dich aber lieber drinnen vor dem Fernseher entspannst, hast Du vielleicht mehr Freude an einem älteren Hund oder an einer Rasse, die sich als Schoßhund eignet, wie z.B. eine französische Bulldogge.

Französische Bulldogge

Pflegeanforderungen

Verschiedene Hunderassen haben unterschiedliche Ansprüche an Haltung und Pflege. Bei Hunden mit dichtem und langem Fell kann das bedeuten, Dich an die Tatsache gewöhnen zu müssen, dass Dein Zuhause mit Hundehaaren beseht sein wird.

Einige Hunde müssen lediglich gewaschen und mit einem Handtuch abgetrocknet werden, während andere möglicherweise täglich gebürstet werden müssen. Da dies etwas ist, auf das Du Dich für die Lebensdauer des Hundes einstellen musst, sollte dieser Faktor ebenfalls berücksichtigt werden. Verfügst Du über die Zeit, das Geld und die Kraft, die Anforderungen an Sauberkeit und Pflege zu erfüllen?

Umgebung

Wie viel Platz kannst Du einem Vierbeiner zur Verfügung stellen? Solltest Du in einer kleinen Wohnung leben und Dich für einen aktiveren Hund entscheiden, musst Du möglicherweise mehrmals am Tag zum Gassi gehen und Spielen rausgehen. Wenn Du in einem Haus mit vielen Treppenstufen wohnst, stellt sich die Frage, ob es für den Hund angenehm oder überhaupt machbar ist, diese mehrmals am Tag rauf und runter zu gehen? Für einige ältere Hunde oder bestimmte Rassen wie Dackel, die häufig Rücken- oder Hüftprobleme haben, ist tägliches Treppensteigen weniger ratsam.

Schwarzer Labrador sitzt auf der Wiese

Persönlichkeit

Schaue Dir abschließend die Gesamtpersönlichkeit des Hundes an. Neigt er zu dominantem, aufdringlichem Verhalten, erfordert Disziplin und starke Führung? Ist er schüchtern und zurückhaltend? Braucht er die meiste Zeit jemanden um sich herum, weil er vielleicht Trennungsangst hat? Hat er einen natürlich ausgeprägten Jagdinstinkt?

Lebst Du auf einem Grundstück in der Nähe von Weidetieren, ist ein Jagdhund möglicherweise keine so gute Idee. Ein zurückhaltender, schüchterner Hund eignet sich eher für einen etwas ruhigeren Haushalt als für einen „wilderen“ Haushalt mit kleinen Kindern.

Stelle dem Tierheim oder Züchter so viele Fragen wie möglich über den Hund und die Rasse, die Du gerne adoptieren möchtest. Sogar innerhalb von Würfen kann die Persönlichkeit der Welpen sehr unterschiedlich ausfallen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Dir darüber im Klaren zu sein, welche Art von Hund Du meistern kannst, welche Umgebung Du dem Vierbeiner bieten kannst und welche Art von Hund am besten zu Deinem Lebensstil passt. Das Tierheim und der Züchter können Dir dann dabei helfen, den besten Hund für Deine Bedürfnisse zu finden.

Einen Vierbeiner in Dein Leben aufzunehmen bereitet Freude und ist eine bereichernde Erfahrung, dennoch ist es keine Entscheidung, die Du über Nacht treffen solltest. Nimm Dir die Zeit, um die Rasse zu erforschen und den Hund näher kennenzulernen, bevor Du Dich dafür entscheidest ihn in Dein Leben und Deine Familie zu adoptieren. Damit stellst Du sicher, dass Du und Dein Vierbeiner viele schöne und erfüllte Jahre miteinander verbringen werdet. 

Tierarzt Hausbesuche für ältere Menschen

Es gibt viele gute und medizinisch sinnvolle Gründe sich den Tierarzt nach Hause zu bestellen. Doch gerade für ältere Leute, die in Ihrer Mobilität etwas eingeschränkt sein können und für die der regelmäßige Gang in die Tierarztpraxis sehr viel abverlangt bieten wir Ihnen alternativ zum Praxisbesuch die Möglichkeit einen Tierarzt für Ihren persönlichen Hausbesuch anzufordern. Das ist bequem und freut Halter und Hund.

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