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Der mobile Tierarzt kommt zu mir nach Hause - Was muss ich beachten?

vonKathleen Schulze

Ihr Hund wird unruhig und zittert, wenn er zusammen mit anderen Patienten im Wartezimmer sitzen muss? Ihre Samtpfote wird zum Tiger schon allein, wenn sie die Transportbox sieht? Der Weg zum Tierarzt wird begleitet von lautem Miauen? Eine Autofahrt verursacht bei Ihrem Haustier Übelkeit oder Harnabsatz vor lauter Angst? Sie kommen erst von der Arbeit, wenn Ihr Haustierarzt bereits geschlossen hat? Sie sind aufgrund körperlicher Einschränkung nicht in der Lage mit Ihrem Tier in eine Praxis zu gehen?

Können Sie eine oder gar mehrere dieser Fragen mit “Ja” beantworten? Dann ist eine tierärztliche Versorgung in gewohnter Umgebung die stressfreie, zeitsparende und bequeme Alternative!

Aber damit der Besuch eines mobilen Tierarztes bei Ihnen Zuhause oder im Büro erfolgreich und so stressfrei wie möglich verläuft, können Sie als Tierhalter vorab einige Punkte beachten. ‍

Vorbereitung:

Für einen reibungslosen Start ist die korrekte Angabe Ihrer Adresse mit eventuellen Besonderheiten zu den lokalen Gegebenheiten wichtig. Auch der Name auf dem Klingelschild sollte - falls er von dem Namen der buchenden Person abweicht - angesagt werden. Sollte es vorab noch offene Fragen geben, wird sich unser Tierarzt/unsere Tierärztin telefonisch bei Ihnen melden.

Die Umgebung:

Achten Sie zum Zeitpunkt des Termins darauf, dass Ihr Tier sich in einem Raum aufhält, in dem es keine Versteckmöglichkeiten gibt. Auch die Tür(en) und Fenster dieses Raumes sollten über die Dauer des Termins geschlossen gehalten werden. Dies vermindert den Stress für alle Beteiligten und macht es unserem Tierarzt/unserer Tierärztin möglich, sich direkt auf Ihre Sorgen und Ihr Tier konzentrieren zu können.

Außerdem ist es hilfreich, wenn Sie eine Umgebung schaffen, in der unser Tierarzt/unsere Tierärztin problemlos und uneingeschränkt seiner/ihrer Untersuchung und Behandlung nachgehen kann. Auch wenn es ein Hausbesuch ist, sollte man nicht vergessen, dass eine medizinische Versorgung durchgeführt werden soll. Ruhe, Ordnung, Sauberkeit und gute Lichtverhältnisse ermöglichen es unseren Tierärzten eine zufriedenstellende Arbeit zu leisten und sich auf die Probleme Ihres Tieres fokussieren zu können.

Es kann aber natürlich passieren, dass während der Behandlung auch mal etwas “daneben geht”, z.B. bei einer Blutentnahme, bei Fell- oder Krallenpflege oder auch bei dem Entleeren der Analdrüsen Ihres Tieres. In dem Fall bietet es sich an eine waschbare Decke oder ein Handtuch als Unterlage zu nutzen, um den Untergrund zu schützen.

HUG A PET Mobiler Tierarzt im Hausbesuch

Blutentnahme:

Sollte für den Termin eine Blutentnahme geplant oder gewünscht sein, so denken Sie bitte daran, dass Sie Ihrem Tier ca. 12 Stunden vor dem Termin kein Futter mehr anbieten, Wasserzufuhr hingegen ist stets erlaubt und sogar erwünscht. Die Blutwerte z.B. von Leber, Bauchspeicheldrüse und Niere sind durch den Verdauungsvorgang beeinflusst. Ist Ihr Tier nüchtern, so kann unser Tierarzt/unsere Tierärztin den Blutbefund im Anschluss besser deuten, mögliche Abweichungen von der Norm lassen sich so besser einschätzen. Manchmal wird die Entscheidung, dass eine Blutuntersuchung sinnvoll ist, natürlich auch spontan aufgrund der Erkenntnisse aus der allgemeinen Untersuchung gefällt. In diesem Fall muss der Tierarzt/die Tierärztin die mögliche Futteraufnahme des Tieres vorab einfach in seine/ihre Bewertung des Blutbefundes einbeziehen.

Narkose:

Es gibt geplante Untersuchungen oder Behandlungen, wie z.B. eine Zahnsanierung oder die Kastration eines Katers, bei denen eine Sedierung erforderlich ist. Auch hier ist es dringend erforderlich, dass Ihr Tier zur Vorbereitung auf die Narkose mindestens 12 Stunden nüchtern ist. Wasser darf es noch bis zu 1-2 Stunden vor dem Termin zu sich nehmen. Dies soll verhindern, dass bei möglichem Erbrechen aufgrund von Übelkeit (Narkosemittel können diese gelegentlich auslösen!) Futterbrei die Atemwege verlegt und dadurch zu einem Narkosezwischenfall kommt. Entsprechende ausführliche Anweisungen für die Narkosevorbereitung bekommen Sie aber bei der Vereinbarung eines Termin.

Nachbereitung:

Ist der Tierarzt/die Tierärztin nach erfolgter Behandlung schon auf dem Weg zu dem nächsten Patienten, so sollten Sie Ihr Tier im Anschluss gut beobachten. Dies ist besonders nach einer Narkose wichtig. Auch wenn das Tier wieder in einem wachen Zustand ist, können ihm Kreislaufprobleme oder Übelkeit zu schaffen machen. Der behandelnde Tierarzt wird Ihnen natürlich Hinweise zum Umgang mit diesen Auffälligkeiten geben. Zu einem gewissen Grad sind diese Symptome nach einer Sedierung auch gewöhnlich. Es dauert ein paar Stunden, bis Ihr Tier wieder komplett “bei Sinnen” ist. Sollten Sie sich dennoch unsicher sein, dann zögern Sie bitte nicht, Ihren Tierarzt/Ihre Tierärztin anzurufen und von Ihren Beobachtungen zu berichten. Auch nach einer Behandlung mit Medikamenten kann es in seltenen Fällen zu unerwünschten Reaktionen aufgrund von Unverträglichkeiten kommen. Dies können z.B. vermehrtes Speicheln, Übelkeit, Durchfall oder Unruhe sein. Sollten Sie eines oder mehrere dieser Symptome nach einer Behandlung bemerken, so setzen Sie Ihren Tierarzt darüber in Kenntnis. Es ist wichtig, diese Auffälligkeiten in der Patientenkartei zu vermerken, damit in Zukunft dann auf alternative Medikamente zur Behandlung zurückgegriffen wird und somit unangenehme Nebenwirkungen vermieden werden können.

Startklar für einen tierärztlichen Hausbesuch?

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